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Hergebrachte Methoden zur Graffitientfernung
 
Schutzbeschichtungssysteme
•     Temporäre Trennschichtbildner (Opfersystem)
   - zumeist auf Wachsbasis,
   - wird bei Graffitibeseitigung mit abgetragen,
   - danach muss Schutzbeschichtung erneuert werden,
   - Haltbarkeit bis 2 Jahre

•     Semi- Permanente Trennschichtbildner
   - meistens Zweischichtsystem (Grund- und Deckbeschichtung),
     (Opfersystem) muss nach Graffitientfernung erneuert werden,
  
•     Permanente Trennschichtbildner
   - oft mehrere Reinigungen ohne Erneuerung möglich,
   - nicht auf allen Untergründen einsetzbar,
   - nicht oder nur sehr aufwändig wieder zu entfernen
 
Empfehlungen der RAL Gütegemeinschaft Anti-Graffiti e.V.


Nach den uns vorliegenden Erkenntnissen sind folgende Schutzvarianten nicht zu empfehlen:

    * Beschichtung von Natursteinen mit Polyurethanen
    * Beschichtung von Wärmedämmverbunden (ggf. nach Einzelfallprüfung möglich)
    * Beschichtung von Dispersionsfarbanstrichen (ggf. nach Einzelfallprüfung möglich)
Hier geht es zur Website der RAL Gütegemeinschaft.

 

Werden Anti-Graffiti Schutzbeschichtungen nicht fachgerecht, oder auf den falschen Untergründen aufgebracht können solche Schadensbilder entstehen:
 
 
Wie hoch sollte Schutzbeschichtung sein
Wie hoch sollte die Schutzbeschichtung sein?

Bevor diese Frage beantwortet werden kann, sollte zunächst geprüft werden, ob für die ins Auge gefasste Schutzbeschichtung der Fassadenuntergrund überhaupt dafür geeignet ist.
 
Bei zuvor farbbehandelten Flächen empfehlen wir (und auch die RAL Gütegemeinschaft Anti-Graffiti e.V.),diese nicht mit einer Schutzbeschichtung zu behandeln. Rein wirtschaftlich gesehen steht dafür der Nutzen im keinen Verhältnis zum Aufwand. Auch ist die bauphysikalische Objektsituation zu beachten,um eventuelle Folgeschäden durch Feuchtigkeit zu vermeiden.
 
Welche Höhe sollte nun die Anti-Graffitischicht haben? Auf alle Fälle sollten 3 Meter angestrebt werden. Allerdings – so das Beispiel einiger Sprayer, die mit selbstgebauten  Sprühverlängerungen unterwegs sind – werden damit schon rekordverdächtige Höhen von 4 bis 5 Meter erreicht, wie nachfolgende Fotos zeigen:

 
 
Graffitireinigung: chemisch/mechanisch
Chemische Reinigung
   - chemische Produkte weichen Graffiti auf,
   - Heißwasser- Hochdruck entfernt Schmierereien von der Oberfläche,
   - beim Umgang mit chemischen Reinigern sind Besonderheiten zu beachten,
   - chemische Reinigungen sollten nur durch Fachfirmen
     durchgeführt werden

  •  Mechanische Reinigung
   - mit unterschiedlichem Strahlgut wird die Oberfläche im Hoch- oder Niederdruckverfahren abgestrahlt
   - Mauerwerks -/- Schutzbestandteile unter dem Graffiti werden
     zwangsläufig freigelegt

   Weitere Informationen von der RAL Gütegemeinschaft Anti-Graffiti e.V.

chemische oder mechanische Reinigungsverfahren eignen sich für alle Untergründe sofür - Klinker, Sandstein, Marmor, Glas oder Metallflächen. Für farbige Untergründe sind sie nicht geeignet. Sowohl chemische Reiniger als auch Strahlgut unterscheiden nicht zwischen Graffiti und normaler Fassadenfarbe und verursachen daher weitere Schäden.
 
Typische Schadensbilder durch Reinigungsversuche auf farbigen Fassaden
 
 
Eine weitere Methode: Überarbeitung im "ähnlichen" Farbton
  •  die Farbe wird zumeist nach Farbtonkarten abgeglichen,
  •  es entstehen dadurch meist optisch auffällige Ausbesserungen oder es werden unnötigerweise größere Bauteile überarbeitet (Bauchbinde)
  • Endresultat ist optisch unschön: Motto: „Der Wille war da, nur die Erfahrung hat gefehlt.“
  • Auffälliger Farbkontrast zwischen Neu- und Altflächen lädt die Sprayer geradezu wieder ein, sich auf den Farbflicken zu verewigen.

 

 Wir beraten Sie Objektiv und Herstellerunabhängig!

Was empfiehlt das Bundesbaublatt bei Graffitis

Landesdenkmalamt: Merkblatt zur Graffitientfernung und Graffitiprophylaxe

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